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Viagra

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Viagra ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel für erwachsene Männer mit erektiler Dysfunktion. Sein Wirkstoff Sildenafil unterstützt bei sexueller Stimulation die Erektion. Dazu verbessert es den Blutfluss im Penis, ohne eine spontane Erektion auszulösen.

Beschreibung

Viagra enthält den Wirkstoff Sildenafil und gehört zu den PDE-5-Hemmern. Diese Arzneimittelgruppe wird bei erektiler Dysfunktion eingesetzt, wenn eine Erektion nicht ausreichend entsteht oder für befriedigenden Geschlechtsverkehr nicht erhalten bleibt. Sildenafil verstärkt die natürliche Gefäßreaktion auf sexuelle Erregung, statt die sexuelle Lust selbst zu erhöhen. [1]

Erektile Dysfunktion hat oft mehrere Ursachen. Dazu zählen Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, hormonelle Faktoren, psychische Belastung und bestimmte Medikamente. Die European Association of Urology empfiehlt eine strukturierte Abklärung, weil Erektionsstörungen auch ein frühes Zeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein können. [2]

Eine ausreichende sexuelle Stimulation bleibt notwendig. Viagra wirkt nicht wie ein Aphrodisiakum und ersetzt weder Lust noch Nähe.

Zusammensetzung

Viagra enthält den Wirkstoff Sildenafil und gehört zur Arzneimittelgruppe der PDE-5-Hemmer. Es ist für erwachsene Männer mit erektiler Dysfunktion bestimmt. Sildenafil unterstützt bei sexueller Stimulation die Erektion, indem es die natürliche Gefäßreaktion verstärkt und den Blutfluss im Penis verbessert.

Dosierung und Anwendung

Viagra wird als Tablette vor geplanter sexueller Aktivität eingenommen. Die ärztlich festgelegte Dosis richtet sich unter anderem nach Alter, Leber- und Nierenfunktion, Begleiterkrankungen sowie gleichzeitig verwendeten Arzneimitteln. Eine Einnahme ist maximal einmal innerhalb von 24 Stunden vorgesehen.

Für eine zuverlässige Anwendung gelten diese Grundregeln:

  • Tablette mit Wasser schlucken.
  • Die Einnahme rechtzeitig vor sexueller Aktivität planen.
  • Nicht mehr als eine Dosis pro Tag verwenden.
  • Alkohol nur zurückhaltend konsumieren, da er Erektionsfähigkeit und Kreislauf zusätzlich beeinträchtigen kann.
  • Bei vergessener Einnahme keine doppelte Menge einnehmen, da Viagra bedarfsorientiert verwendet wird.
  • Die Dosis nicht eigenständig erhöhen, wenn die Wirkung beim ersten Mal unzureichend erscheint.

Die FDA beschreibt Sildenafil zur Behandlung der erektilen Dysfunktion als Bedarfsmedikation. Die Dosisanpassung erfolgt nach Wirkung und Verträglichkeit, nicht nach einem einzelnen enttäuschenden Anwendungsversuch. [3]

Ein häufiger Praxisfehler ist die Einnahme direkt nach einem mehrgängigen Abendessen und die Erwartung einer sofortigen Wirkung. Verzögerter Wirkungseintritt bedeutet nicht automatisch, dass die Dosis zu niedrig ist.

Wie es funktioniert

Bei sexueller Erregung setzt der Körper Stickstoffmonoxid frei. Dieses Signal erhöht den Botenstoff cGMP im Schwellkörpergewebe des Penis. cGMP entspannt die glatte Muskulatur, Blut kann besser einströmen und eine Erektion wird möglich.

Das Enzym Phosphodiesterase Typ 5, kurz PDE-5, baut cGMP wieder ab. Sildenafil hemmt dieses Enzym vorübergehend. Dadurch bleibt cGMP länger aktiv und die körperliche Reaktion auf sexuelle Stimulation wird verstärkt. Die Wirkung ist lokal nicht auf den Penis begrenzt, weshalb auch Kopfschmerzen, Gesichtsrötung oder eine verstopfte Nase auftreten können.

Die Wirkung ist zeitlich begrenzt.

Indikationen

Viagra ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern.

Vergleich

Viagra ist ein Potenzmittel mit Sildenafil. Andere PDE-5-Hemmer unterscheiden sich vor allem durch Wirkbeginn, Wirkdauer und individuelle Verträglichkeit. Die Wahl hängt von der gewünschten Planbarkeit, Begleiterkrankungen und möglichen Wechselwirkungen ab.

Wirkstoff Typisches Wirkprofil Praktischer Unterschied
Sildenafil Wirkung bei Bedarf, zeitlich begrenzt Bewährte Option für geplante sexuelle Aktivität
Tadalafil Längere Wirkdauer Mehr zeitliche Flexibilität, länger mögliche Nebenwirkungen
Vardenafil oder Avanafil Bedarfstherapie mit abweichendem Wirkbeginn Kann bei individueller Unverträglichkeit oder anderen Anforderungen erwogen werden

Tadalafil, Vardenafil und Avanafil wirken ebenfalls über die Hemmung von PDE-5. Sie sind keine stärkeren Versionen von Viagra, sondern Arzneimittel mit anderen pharmakokinetischen Eigenschaften. Tadalafil bleibt länger im Körper, während Sildenafil für viele Männer besser zu einem klar planbaren Zeitfenster passt. Vardenafil und Avanafil können Alternativen sein, wenn Wirkeintritt, Verträglichkeit oder Wechselwirkungen eine Umstellung sinnvoll machen.

Die EAU-Leitlinie nennt PDE-5-Hemmer als medikamentöse Erstlinientherapie der erektilen Dysfunktion. Ein Wechsel des Wirkstoffs kann sinnvoll sein, wenn ein korrekt angewendetes Präparat nicht ausreichend wirkt oder unerwünschte Wirkungen verursacht. [4]

Kontraindikationen

Viagra ist nicht für Sie geeignet, wenn Sie Nitrate gegen Angina pectoris oder andere Herzbeschwerden anwenden. Dazu gehören auch Arzneimittel mit Stickstoffmonoxid-Donatoren wie Molsidomin. Die Kombination kann den Blutdruck gefährlich stark senken.

Viagra ist ebenfalls nicht für Sie geeignet bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Sildenafil oder einen sonstigen Bestandteil
  • gleichzeitiger Behandlung mit Riociguat
  • schwerer Herz- oder Lebererkrankung, wenn sexuelle Aktivität medizinisch nicht empfohlen wird
  • kürzlich erlittenem Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • ausgeprägtem niedrigem Blutdruck
  • bestimmten erblichen Netzhauterkrankungen
  • vorausgegangener schwerer Sehnervenschädigung mit plötzlichem Sehverlust

Wann dies nicht für Sie geeignet ist

Nehmen Sie Viagra nicht ein, wenn Sie Medikamente gegen Brustschmerzen aus der Gruppe der Nitrate oder Riociguat verwenden. Auch bei schweren Herz- oder Leberproblemen, sehr niedrigem Blutdruck, einem kürzlich erlittenen Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie bestimmten Erkrankungen der Augen ist eine ärztliche Prüfung erforderlich.

Informieren Sie den Arzt außerdem über Alpha-Blocker und alle anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen. Diese können zusammen mit Viagra den Blutdruck stärker senken oder den Sildenafil-Spiegel erhöhen.

Nebenwirkungen

Die meisten Nebenwirkungen von Viagra sind vorübergehend und hängen mit der gefäßerweiternden Wirkung von Sildenafil zusammen. Häufig berichtet werden Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, verstopfte Nase, Verdauungsbeschwerden, Schwindel und vorübergehende Sehstörungen wie ein verändertes Farbsehen oder erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Kopfschmerzen oder Druckgefühl im Kopf
  • Wärmegefühl und Gesichtsrötung
  • Sodbrennen, Übelkeit oder Völlegefühl
  • verstopfte Nase
  • Schwindel oder Blutdruckabfall
  • vorübergehende Sehänderungen
  • Muskel- oder Rückenschmerzen

Starke Brustschmerzen, Ohnmacht, plötzliches Sehen- oder Hörverlust sowie eine schmerzhafte Erektion, die länger anhält, benötigen umgehende medizinische Hilfe. Eine anhaltende Erektion kann das Schwellkörpergewebe schädigen.

Viagra und Alkohol sind keine gute Kombination, wenn größere Mengen getrunken werden. Alkohol kann Blutdrucksenkung, Schwindel und Kopfschmerzen verstärken. Er kann außerdem die Erektion unabhängig vom Arzneimittel erschweren, wodurch Männer fälschlich annehmen, Viagra wirke nicht.

Sehstörungen werden oft übergangen. Treten plötzlich deutliche Sehprobleme auf, wird keine weitere Tablette eingenommen, bevor die Ursache medizinisch geklärt wurde.

Häufige Fehler

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, Viagra müsse sofort wirken. Der Körper benötigt Zeit zur Aufnahme des Wirkstoffs, und sexuelle Erregung bleibt Voraussetzung.

Weitere typische Fehler sind:

  • Einnahme nach sehr fettreichem Essen und vorschnelles Nachdosieren
  • hoher Alkoholkonsum vor der Anwendung
  • Kombination mit Nitratpräparaten oder Riociguat
  • eigenmächtige Dosissteigerung
  • Erwartung einer Wirkung ohne sexuelle Stimulation
  • Absetzen anderer Herz- oder Blutdruckmedikamente ohne ärztliche Anweisung
  • Übersehen von Schwindel oder Sehstörungen nach der Einnahme

Wer Alpha-Blocker einnimmt, sollte nicht nach dem Prinzip „je mehr, desto besser“ handeln. Blutdruckabfälle können sich durch Benommenheit beim Aufstehen, Schwarzwerden vor Augen oder Ohnmacht bemerkbar machen.

Was Ärzte sagen

In der ärztlichen Praxis wird Viagra häufig als erste medikamentöse Option bei erektiler Dysfunktion eingesetzt. Entscheidend ist eine realistische Erwartung: Sildenafil verbessert die körperliche Erektionsreaktion, behandelt aber nicht automatisch psychischen Stress, Partnerschaftskonflikte, Testosteronmangel oder fortgeschrittene Gefäßerkrankungen.

Ärzte achten vor allem auf Herz-Kreislauf-Risiken und Begleitmedikation. Männer verschweigen Nitrate oder gelegentliche Mittel gegen Brustschmerzen manchmal, weil sie diese nicht als regelmäßige Medikamente einordnen. Genau das kann gefährlich werden.

Auch ein unbefriedigender erster Versuch wird klinisch eingeordnet. Timing, Mahlzeit, Alkohol und fehlende sexuelle Stimulation erklären einen Teil der scheinbaren Therapieversager. Erst bei korrekter Anwendung lässt sich beurteilen, ob Dosisanpassung oder ein anderer PDE-5-Hemmer sinnvoll ist.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wirkt Viagra?

Viagra wird vor geplanter sexueller Aktivität eingenommen, wobei der Wirkungseintritt individuell durch Mahlzeiten, Alkohol und Stoffwechsel beeinflusst wird. Fettige Speisen können die Aufnahme von Sildenafil verlangsamen. Die EMA beschreibt Sildenafil in der Produktinformation von 2023 als Arzneimittel zur Bedarfstherapie bei erektiler Dysfunktion. Eine spontane Erektion entsteht nicht ohne sexuelle Stimulation.

Wie lange hält die Wirkung von Viagra an?

Die Wirkung von Sildenafil erstreckt sich typischerweise über ein begrenztes Zeitfenster und nicht über den ganzen Tag. Das bedeutet nicht, dass die Erektion dauerhaft besteht, sondern dass der Körper während dieser Zeit besser auf sexuelle Erregung reagieren kann. Alter, Leberfunktion und Begleitmedikamente können die Wirkzeit verändern. Die FDA beschreibt die Anwendung in der Fachinformation von 2023 als bedarfsorientierte Behandlung und begrenzt sie auf höchstens eine Einnahme täglich.

Kann Viagra bei Diabetes helfen?

Diabetes mellitus kann Nerven und Blutgefäße schädigen und dadurch erektile Dysfunktion verursachen. Sildenafil kann bei vielen Männern mit Diabetes die Erektionsfähigkeit verbessern, doch die Wirkung kann bei fortgeschrittenen Gefäß- oder Nervenschäden geringer ausfallen. Die EAU-Leitlinie von 2025 empfiehlt PDE-5-Hemmer auch bei organisch bedingter erektiler Dysfunktion. Eine gute Blutzuckereinstellung bleibt für die Gefäßgesundheit relevant.

Darf Viagra mit Blutdruckmitteln kombiniert werden?

Viele Blutdruckmittel lassen sich mit Viagra anwenden, wenn die individuelle Kreislaufsituation berücksichtigt wird. Nitrate und Riociguat sind klare Gegenanzeigen, weil ein gefährlicher Blutdruckabfall möglich ist. Alpha-Blocker erfordern ebenfalls Vorsicht, da Schwindel und Benommenheit wahrscheinlicher werden können. Die EMA nennt diese Wechselwirkungen ausdrücklich in der Produktinformation zu Sildenafil von 2023.

Macht Viagra abhängig?

Viagra verursacht keine körperliche Abhängigkeit im Sinn einer klassischen Suchterkrankung. Manche Männer entwickeln dennoch die Sorge, ohne Tablette nicht mehr leistungsfähig zu sein, vor allem nach belastenden Erfahrungen mit Erektionsproblemen. Diese psychische Erwartung kann die Sexualität zusätzlich unter Druck setzen. Die FDA-Fachinformation von 2023 führt Sildenafil als PDE-5-Hemmer und enthält keine Einstufung als Suchtmittel.

Was tun bei ausbleibender Wirkung?

Eine ausbleibende Wirkung nach einem einzelnen Versuch ist kein verlässlicher Test. Zeitpunkt der Einnahme, Mahlzeit, Alkoholmenge, sexuelle Stimulation und die Ursache der Erektionsstörung beeinflussen das Ergebnis. Die EAU-Leitlinie von 2025 empfiehlt vor einem Wirkstoffwechsel zunächst die korrekte Anwendung und mögliche Begleiterkrankungen zu prüfen. Eine eigenmächtige Dosissteigerung erhöht nur das Risiko von Nebenwirkungen.

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Vergleich

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Viagra: Bewertungen und Erfahrungen

3.6
Basierend auf 4 Bewertungen
Michael, 54 Köln Anwendung seit drei Monate
Verifiziert
Bewertung: 3.5 von 5

Die erste Einnahme nach einem schweren Abendessen war enttäuschend. Beim nächsten Mal mit leichter Mahlzeit hatte ich eine deutlich bessere Wirkung. Kopfschmerzen hatte ich am Anfang, sie waren bei mir später weniger störend.

9 Aug 2026
Thomas, 61 Leipzig Anwendung seit mehrere Wochen
Verifiziert
Bewertung: 3.5 von 5

Ich hatte nach einer Prostataoperation Probleme mit der Erektion. Die Wirkung war nicht jedes Mal gleich, aber mit genügend Zeit und weniger Alkohol war sie verlässlicher. Die verstopfte Nase fand ich lästig.

19 Aug 2026
Ralf, 47 Hamburg Anwendung seit zwei Monate
Verifiziert
Bewertung: 4.5 von 5

Ich war anfangs nervös, weil ich Blutdruckmittel nehme. Nach der ärztlichen Prüfung konnte ich es passend einnehmen. Gesichtsrötung kam vor, sonst habe ich es gut vertragen.

25 Aug 2026
Klaus, 58 München Anwendung seit bei Bedarf
Verifiziert
Bewertung: 3 von 5

Bei mir trat Schwindel auf, als ich vorher Wein getrunken hatte. Ohne Alkohol war es besser. Die Tablette half, aber sie hat die Anspannung nicht komplett genommen.

5 Sep 2026

Quellen

  1. European Medicines Agency (2023). Viagra: EPAR – Product Information.
  2. European Association of Urology (2025). EAU Guidelines on Sexual and Reproductive Health.
  3. U.S. Food and Drug Administration (2023). Viagra Prescribing Information.
  4. European Association of Urology (2025). EAU Guidelines on Management of Erectile Dysfunction.
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